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Seitenzahl: 272

978-3-911834-00-1

Das Buch vom Weltfrieden

Inspiriert durch Daniele Gansers früheren Vortrag "Ist Weltfrieden möglich? 5 Regeln für den Weltfrieden".

Dieses Buch ist ein Aufruf zur Hoffnung, ein Plädoyer für den Wandel und ein praktischer Leitfaden für alle, die glauben, dass Weltfrieden mehr als nur ein Traum sein kann.

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Vorwort

»Ein Buch über den Weltfrieden – darunter geht’s wohl nicht? Und wer ist überhaupt dieser Typ, der ein Buch darüber schreibt?«

Die Idee zu diesem Buch entstand durch indirekte Anregung von Daniele Ganser nach seinem Vortrag »Ist Weltfrieden möglich?« in Heilbronn im November 2024. Während wir vom Veranstaltungsteam uns nach dem Vortrag in einer Bar trafen, fragte ich Daniele, wann er denn sein nächstes Buch schreibe, schließlich müsse er – so meinte ich scherzhaft – seinen Vier-Jahres-Turnus einhalten (seine bisherigen Bücher sind jeweils im Abstand von vier Jahren erschienen). Daniele meinte, er komme gar nicht dazu und wolle seine freie Zeit lieber mit der Familie verbringen, als sich in tiefe Recherchen einzugraben und ein Buch zu schreiben. Also beschloss ich, dass ich dieses Buch eben schreibe – und zwar genau zu dem Thema seines Vortrags.

In seinem Vortrag, mit dem er seit 2024 im DACH-Raum unterwegs ist, stellt er seine fünf Regeln für den Weltfrieden vor. Diese fünf Regeln sind: »UNO-Gewaltverbot respektieren«, »Alle gehören zur Menschheitsfamilie«, »Friedensverhandlungen nicht sabotieren«, »Medien für den Frieden statt Medien für den Krieg« und »Achtsamkeit und gewaltlose Kommunikation«.

Im Zuge der Erstellung dieses Buches habe ich beschlossen, zwar weiterhin fünf Regeln aufzuzählen, aber sie ein wenig abzuwandeln, da ich denke, somit weitere Aspekte miteinbeziehen zu können.

Punkt Nummer 3 (»Friedensverhandlungen nicht sabotieren«) habe ich unter dem ersten Punkt (»UNO-Gewaltverbot respektieren«) zusammengefasst, denn beides sehe ich unter dem Dach der internationalen Politik und Diplomatie.

Punkt Nummer 2 »Alle gehören zur Menschheitsfamilie« habe ich so belassen.

Die Überwindung des gegenwärtigen Geldsystems ist meiner Meinung nach die drängendste Aufgabe, die gelöst werden muss, um Kriege in Zukunft zu vermeiden. So lange man mit Kriegen Geld verdienen kann, wird es keinen Frieden geben. Und so lange wir einen Mechanismus im Geldsystem eingebaut haben, der Geldverdienen zur obersten Maxime der Menschheit macht, wird sich daran auch nichts ändern. Daher hat »Ein gerechtes und demokratisches Geldsystem« den freigewordenen Punkt 3 eingenommen.

Was Daniele unter Punkt 4 meiner Meinung nach nicht knackig genug als »Medien für den Frieden statt Medien für den Krieg« formuliert, habe ich »Eine neutrale Medienlandschaft« genannt. Prinzipiell ist es aber inhaltlich genau das, was Daniele in seinem Vortrag vermittelt. Wir brauchen Medien, die sich weder auf die eine, noch auf die andere Seite schlagen. Und wir brauchen eine Vielzahl an unterschiedlichen Medien um alle Seiten anhören zu können.

Der letzte Punkt in Danieles Vortrag ist »Achtsamkeit und gewaltlose Kommunikation«. Auf den Aspekt der Achtsamkeit geht er bereits schon in älteren Vorträgen ein. Er betont immer wieder seine digitalen Auszeiten und erzählt gerne davon, wie er ein Jahr lang nur kalt geduscht hat, um sich in Achtsamkeit zu üben. Der Aspekt der gewaltlosen Kommunikation gerät aber leider zu kurz, weshalb ich in diesem Buch weiter darauf eingehen werde. Da ich aber beim Nachdenken über das Thema auch auf andere wichtige Dinge gestoßen bin, die jemand für eine friedliche Welt tun kann, lautet Punkt 5 nun »Bei sich selbst anfangen« und beinhaltet auch Überlegungen zu mehr als nur Achtsamkeit und gewaltlose Kommunikation.

Dieses Buch ist die Quintessenz aus all den Jahren der Infor­mationssammlung. Was meine eigene Politisierung betrifft, so begann diese Anfang der 1990er Jahre, als die USA Krieg gegen den Irak führten. Damals hatten wir Schüler zwar keine Ahnung davon, dass die Geschichte mit den Brutkästen als emotionaler Grund für den Angriff auf den Irak gelogen war. Aber es war schon klar, dass die US-Interessen mehr dem Zugriff auf die Ölquellen galten als dem Frieden in der Region. Wir Schüler veranstalteten Mahnwachen auf dem Schulhof mit Gitarrenspiel bei Kerzenlicht. Zu dieser Zeit besuchte ich auch zum ersten Mal eine Demonstration.

Volljährig und somit wahlberechtigt wurde ich 1995 und meine erste Bundestagswahl war dann 1998. Für mich kamen nur die SPD oder Die Grünen in Frage; da sich mein Vater früher für die lokale SPD engagierte, machte ich dort mein Kreuz – es hätten aber auch Die Grünen sein können. Dann stellten die SPD und Die Grünen tatsächlich die Regierung und lösten nach 16 Jahren die CDU ab.

Doch schon im folgenden Jahr wurde ich mit dem Angriff auf Jugoslawien in meiner Wahl bitter enttäuscht und mir wurden die Augen geöffnet. Die Marschrichtung der Weltpolitik ist vorgegeben – ganz gleich, ob eine Friedenspartei an der Regierung ist oder nicht. Wirklichen Einfluss auf die Weltpolitik haben weder die Wähler noch die Parteien und folglich war dies das letzte Mal, dass ich gültig gewählt habe.

Ein paar Jahre später führte eine berufliche Neuorientierung dazu, dass ich mich fragte, weshalb alle im Wettbewerb auf Teufel komm raus um meist sinnlose Arbeit konkurrieren müssen. Die Antwort darauf und auf viele andere gesellschaftlich relevante Themen, die in mir gärten, bekam ich, als mir die Funktionsweise des auf Zinseszins basierten privaten Schuldgeldes erklärt wurde.

Anfang 2014 stieß ich auf die Mahnwachen für den Frieden, die genau diese Themen von Krieg und Frieden, vom Geldsystem und von der Neutralität der Medien ansprachen. Ich stieß auch auf Ken Jebsen und seinen Kanal KenFM und lernte diesen wertvollen Inhalt zu schätzen. So führte eins zum anderen und ich engagiere mich seither in der Friedensbewegung.

Im Jahr 2021 erschien mein Buch »Politische Köpfe im Porträt« im Promedia-Verlag, für das Daniele, neben 35 anderen systemkritischen Köpfen, einen Text-Beitrag zu meiner Portraitzeichnung geschrieben hat. Daniele habe ich dann im Jahr 2023 persönlich kennen gelernt und wir sehen uns ab und zu auf und nach seinen Veranstaltungen.

Unverständlich ist mir, dass Daniele von den Medien angefeindet wird. Sein Wikipedia-Eintrag wird negativ manipuliert und Veranstaltungsräume kündigen ihm und seinem Veranstalter die Örtlichkeiten, da sie einen Rufschaden befürchten. Sämtliche in den Medien hervorgebrachten Vorwürfe sind aus der Luft gegriffen – gerade bei jemandem, der den Begriff und das Verständnis von einer Menschheitsfamilie geprägt hat, Antisemitismus und ähnliches zu wittern ist absurd.

Ich danke Daniele für seine unermüdliche Aufklärungsarbeit, die er seit etlichen Jahren betreibt.

Politische Entscheidungen, geopolitische Kräfteverhältnisse und gesellschaftliche Debatten ändern sich im Moment in einem Tempo, das es schwierig macht, stets auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. Was heute als unumstößliche Wahrheit gilt, kann morgen schon überholt sein. Nachrichten verbreiten sich in Sekundenbruchteilen, Meinungen formen sich in Echtzeit, und die Welt dreht sich scheinbar immer schneller.

Dieses Buch ist inmitten dieser Dynamik entstanden. Es behandelt Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, doch es wäre eine Illusion zu glauben, dass jede Einschätzung, jeder Standpunkt und jede Analyse für alle Zeit aktuell bleibt. Vielmehr soll es Denkanstöße liefern und Perspektiven eröffnen, die über den Moment hinaus Bestand haben. Mein Ziel ist es nicht, eine Momentaufnahme für die Ewigkeit festzuhalten, sondern einen Beitrag zu einem Diskurs zu leisten, der sich kontinuierlich weiterentwickelt.

Björn Gschwendtner, Frankfurt im März 2025

Das Buch vom Weltfrieden

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